Von Simon Arndt · 8 Min. Lesezeit · Zuletzt aktualisiert: 1.8.2026
Ein Werkzeug, das wir uns selbst gebaut haben
Unsere OKR App ist kein Produkt, das am Reißbrett entstanden ist. Sie ist aus unserem eigenen Arbeitsalltag gewachsen. Wir haben schon vor Jahren angefangen, mit OKRs zu arbeiten, lange bevor die Methode im Mittelstand ankam. Was als interne Notlösung begann, ist über die Zeit zu dem Werkzeug geworden, das wir selbst jeden Tag nutzen – und das wir heute als eigenes Produkt anbieten.
Was dabei herausgekommen ist: eine OKR-Software für Teams, die ihre Ziele sichtbar machen wollen, ohne dafür ein weiteres Großsystem einzuführen. Objectives und Key Results liegen an einem Ort, der Fortschritt berechnet sich selbst, das Dashboard zeigt jederzeit den Stand. EU-gehostet, in Minuten eingerichtet, kostenlos nutzbar. Direkt ausprobieren – oder weiterlesen, wie es dazu kam.
Entwickelt und betrieben wird die App von der Merkas Technologies GmbH, einem eigenständigen Unternehmen mit denselben Köpfen wie hinter Studio Merkas. Sie ist damit das einzige Projekt in diesem Portfolio, bei dem Auftraggeber und Entwicklerteam dieselben Leute sind.
Das merkt man ihr an: Jede Funktion hat einen Grund. Sie ist drin, weil sie uns in einem echten Projekt gefehlt hat. Und was fehlt, fehlt bewusst.
Von der Froschansicht zur Vogelperspektive

Der Frosch im Gras sieht nur das nächste Seerosenblatt.
Das größte Problem war die fehlende Draufsicht. Wir schlossen viele Aufgaben ab, aber niemand konnte sagen: Wie weit sind wir eigentlich wirklich? Wir beschreiben das gern mit einem Frosch im hohen Gras. Er sieht das nächste Seerosenblatt, den aktuellen Sprint. Aber nicht das ganze Feld: wie groß das Projekt ist, wo die nächsten Hindernisse liegen, ob er überhaupt Richtung Ufer springt. Uns fehlte keine weitere Seerose, sondern die Karte des ganzen Teichs.

Der Adler sieht das ganze Feld – die Vogelperspektive.
Genau diese Karte haben OKRs uns gegeben. Statt von Sprint zu Sprint zu hüpfen, hatten wir die Vogelperspektive: ein klares Bild davon, wohin das Projekt läuft und worauf jeder Beitrag einzahlt. Das wöchentliche Status-Meeting wurde überflüssig, weil der Stand ohnehin für alle sichtbar war. Jeder wusste, was zu tun war und warum, ohne dass jemand kontrollieren musste. Wie die einzelnen Aufgaben getrackt wurden, blieb jedem selbst überlassen. Der Rahmen war gemeinsam, die Ausführung blieb frei.
Der Perspektivwechsel kostet dabei nichts außer Disziplin. Es braucht keine neue Prozesslandschaft, keine Zertifizierung und keinen Berater. Es braucht ein paar gut formulierte Ziele, messbare Ergebnisse und einen Ort, an dem beides sichtbar bleibt. Genau dieser Ort hat uns gefehlt.
Von Excel zum eigenen System
Angefangen haben wir minimalistisch: ein Excel-Sheet, in dem wir den Fortschritt über einfache Fortschrittsbalken abgebildet haben. Ein Balken pro Ziel – das trug genau so lange, wie wir zu zweit an denselben Zielen gearbeitet haben.

Der Anfang: OKRs und Fortschrittsbalken in einer simplen Tabelle.
Die Grenzen der Tabelle waren schnell erreicht. Werte mussten von Hand nachgerechnet werden und die Verknüpfung zwischen den Zielen existierte nur in unseren Köpfen. Die damals verfügbare Software hatte entweder nicht die Funktionen, die wir brauchten oder war völlig überladen.
Also haben wir angefangen, unser eigenes Tool zu bauen: erst eine erste interne Web-Anwendung, dann eine zweite mit Fortschritt in Echtzeit. Über die Jahre haben wir sie an realen Projekten und mit echtem Feedback immer weiter verfeinert.

Aus der internen Anwendung wurde über mehrere Iterationen die heutige App.
Die dritte Iteration ist das, was heute online ist: ein schlankes Tool mit einer klaren, listenbasierten Ansicht. Objectives und ihre Key Results hängen sichtbar zusammen, jede Zeile zeigt Verantwortlichkeit, Fortschritt, Status und Fälligkeit. Das ist das Ergebnis von Jahren Praxis – und von allem, was wir in den ersten beiden Versionen wieder rausgeworfen haben.

Die heutige Ansicht – ein Quartal, alle Objectives, aufklappbare Key Results.
Was wir gelernt haben – und was daraus wurde
Die meisten Features braucht niemand. Diese Jahre haben uns ein Gespür dafür gegeben, welche Funktionen ein Team beim Arbeiten mit OKRs wirklich braucht und welche nur Marketing-Sprech sind, um hohe Preise zu rechtfertigen. Vieles, was auf Feature-Listen glänzt, bleibt in der Praxis ungenutzt und macht die Software für alle anderen langsamer. Herausgekommen ist deshalb eine Anwendung, die sich auf den Kern des Frameworks beschränkt: Objectives setzen, Key Results messbar machen, Fortschritt sichtbar darstellen, Teams ausrichten. Das Einrichten dauert Minuten, geschult werden muss niemand.
OKRs funktionieren nicht von oben herab. Wir haben gelernt, dass sie am besten wirken, wenn sie nicht verordnet, sondern vom Team mitgestaltet werden. Wer seine Ziele mitformuliert, trägt sie auch mit. Genau darauf ist unsere App ausgelegt: Jeder im Team sieht seinen Beitrag und bringt ihn ein, statt ihn zugewiesen zu bekommen.
Ein OKR-Tool ist kein Projektmanagement-Tool. Das ist die wichtigste Erkenntnis, und sie ist Absicht. Die meisten Firmen haben längst Werkzeuge, mit denen sie ihre Projekte managen. Ein weiteres, das zusätzliche Komplexität in die Verwaltung bringt, braucht niemand. Wir setzen bewusst genau dort an, wo die OKR-Methode ihren Wert hat: beim Team-Alignment, beim Fokus auf die richtigen Ziele und bei der Draufsicht auf den Fortschritt. Ein Vergleich mit einer großen Projektmanagement-Plattform wäre deshalb schief – es sind zwei Werkzeuge für zwei verschiedene Fragen, und die meisten Teams brauchen beide.
In der Praxis heißt das: Beides darf nebeneinander stehen. Die Tickets bleiben, wo sie sind. Was dazukommt, ist die Ebene darüber.
Kernfeatures
Die Bausteine, mit denen ein Team OKRs auch nach dem dritten Zyklus noch pflegt.
Jede Funktion in der App muss sich an einer Frage messen lassen: Hilft sie einem Team, seine Ziele im Blick zu behalten – oder erzeugt sie nur Pflegeaufwand? Was diese Prüfung nicht bestanden hat, ist gar nicht erst eingebaut worden.
Ziele
Objectives & Key Results
Jedes Key Result bekommt Start-, Ziel- und Ist-Wert. Der Fortschritt wird automatisch berechnet, ohne manuelles Nachrechnen.
Alignment
Team-Alignment
Über Sub-Objectives wird sichtbar, welches Ziel auf welches einzahlt. Jedes Teammitglied sieht den eigenen Beitrag im Gesamtbild.
Überblick
Echtzeit-Dashboard
Fortschrittsbalken, Status und Trends zeigen sofort, wo das Team auf Kurs ist und wo es hakt. Immer aktuell, ohne Daten zusammenzutragen.
Drumherum liegt das, was den Alltag ruhig hält: Jedes Objective und jedes Key Result hat eine verantwortliche Person und ein Fälligkeitsdatum. Der Status zeigt als Ampel, ob etwas auf Kurs, gefährdet oder aus dem Ruder gelaufen ist. Und über die Filter nach Owner und Status ist die Frage „Was betrifft mich?“ eine Sache von zwei Klicks – auch dann, wenn im Quartal mehrere Teams parallel arbeiten.

Pro Key Result Start-, Ziel- und Ist-Wert – der Fortschritt berechnet sich automatisch.
In drei Schritten startklar
Vom ersten Login bis zum getrackten Fortschritt vergehen Minuten, nicht Tage.
Ein Setup-Projekt, eine Implementierungsphase oder einen verpflichtenden Onboarding-Call gibt es nicht.
- Workspace erstellen – Team anlegen und Mitglieder per E-Mail einladen. Der Workspace ist die Klammer um alle Ziele eines Teams.
- Objectives definieren – Ziele formulieren und messbare Key Results mit Start- und Zielwert verknüpfen. Wer mag, hängt Sub-Objectives darunter und macht so sichtbar, was auf was einzahlt.
- Fortschritt tracken – Werte aktualisieren und im Dashboard in Echtzeit sehen, wo das Team steht. Ein kurzer wöchentlicher Blick reicht.
Wenn beim zweiten Schritt die Frage aufkommt, ob ein Ziel gut formuliert ist: Genau dafür sind Nikola und Simon direkt ansprechbar. Das ist Teil des Produkts, nicht ein kostenpflichtiges Add-on.
Gebaut für den DACH-Mittelstand
Der Unterschied liegt in der Haltung, nicht in der Länge der Feature-Liste.
Die meisten OKR-Tools kommen aus dem US-Markt und sind auf Konzerne zugeschnitten – mit entsprechendem Funktionsumfang, entsprechendem Preis und entsprechender Distanz zu den Machern. Wir gehen den umgekehrten Weg:
- Persönlicher Support: Bei Fragen schreibst du mit Nikola oder Simon, nicht mit einem Chatbot – auch zur OKR-Methode selbst.
- Schlank statt überladen: Nur das, was ein Team für erfolgreiche OKRs wirklich braucht.
- Nachvollziehbare Preise: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos. Bezahlte Pläne starten im einstelligen Euro-Bereich pro Monat und Workspace, monatlich kündbar, ohne Jahresvertrag.
- EU-Hosting & DSGVO: Alle Daten liegen in einem EU-Rechenzentrum. Für besondere Anforderungen gibt es eine On-Premise-Lösung auf eurer eigenen Infrastruktur.
Und weil wir die App selbst täglich einsetzen, verschwindet Feedback nicht in einem Backlog-Friedhof. Was als Nächstes gebaut wird, entscheidet sich daran, was im Alltag fehlt – bei euch genauso wie bei uns.
Status & Roadmap
Wo die App heute steht – und was als Nächstes dazukommt.
Die offene Beta ist die vollständige Anwendung, kein abgespeckter Testzugang. Was noch dazukommt, ergänzt sie und macht bestehende Ziele nicht ungültig.
Ehrlich gesagt gehört dazu auch, was heute noch fehlt: Rechte sind aktuell grob geschnitten – es gibt den Owner eines Workspaces und alle anderen. Für ein Team, das gemeinsam an seinen Zielen arbeitet, reicht das. Sobald mehrere Abteilungen parallel in einem Workspace unterwegs sind, reicht es nicht mehr. Deshalb bauen wir es – wann genau es kommt, hängt davon ab, was Teams uns als Erstes zurückmelden.
Offene Beta
Voll nutzbar mit Free-, Pro- und Premium-Plan.
In Entwicklung
Feingranulare Rollen & Berechtigungen, Check-ins direkt am Key Result und Kommentare am Objective. Was zuerst fertig wird, entscheidet sich daran, was Teams am dringendsten brauchen.
Voller Launch
(Ende 2026)Der vollständige Launch. Wer jetzt startet, wächst mit dem Produkt.
Kostenlos in der Beta starten
In wenigen Minuten eingerichtet, ohne Jahresvertrag und ohne Vertriebsgespräch davor.
Wer OKRs im Team sauber aufsetzen will, legt in wenigen Minuten los. Der Free-Plan reicht, um einen ersten Zyklus komplett durchzuspielen. Wenn danach Fragen offen sind – zur App oder zur Methode – landet eine Nachricht direkt bei uns.
Kostenlos in der Beta starten · Preise ansehen · Alle Funktionen · OKR-Einführung mit uns besprechen
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Grundlagen, Einführung und warum die Methode gerade jetzt Konjunktur hat.
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